Unsere Schule

In der Ortsmitte von Biebesheim am Rhein im Kreis Groß-Gerau liegt die Nibelungenschule Biebesheim, eine 3zügige Grundschule mit ca. 260 Kindern in 12 Klassen.

Wir sind seit 2014 „Selbstständige allgemein bildende Schule“ und sind im „Pakt für den Nachmittag“.

Schulentwicklung

Ziel unserer schulischen Entwicklungsvorhaben ist die ganzheitliche individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Wir sind Ganztagsschule und im Pakt für den Nachmittag, Inklusive Schule mit einem „Inklusionskonzept“ und Friedliche Schule mit einem Konzept zu „Achtsamkeit und Fairness“.

Das Ganztagskonzept finden Sie auf der Homepage im Bereich > Ganztag.

Im Rahmen von Schulentwicklung arbeiten wir an den Konzepten unseres Schulprogramms stets weiter.

In unserem Schulprogramm sind verschiedene Konzepte zusammengefasst, die regelmäßig evaluiert, angepasst und fortgeschrieben werden. Unser Leitziel, die Förderung und Forderung aller Kinder, geht einher mit dem ansteigenden Bedarf an sozialerzieherischer Betreuung, sozialer Integration und Akzeptanz in einer sich medial stetig ändernden Umwelt.

Entsprechendes bildet sich in unseren schulischen Konzepten wieder, die den Zusammenhang von unseren Leitzielen und unserem Arbeiten wiederspiegeln.

Schwerpunkte des Schulprogramms sind unser Inklusionskonzept, Lernzeitkonzept und Medienkonzept.

Inklusive Schule

„Inklusion bedeutet Veränderung und einen nicht endenden Prozess von gesteigertem Lernen und zunehmender Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler.

Es ist ein Ideal, nach dem Schulen streben können, das aber nie vollständig erreicht wird. Jedoch wird inklusive Qualität spürbar, sobald die Absicht greift, die Teilhabe für alle Mitglieder einer Schulgemeinschaft zu steigern.

Eine inklusive Schule ist eine Schule in Bewegung“.

(Index für Inklusion, Hrsg. CSIE; Booth/Ainscow/Kingston, 2020, S. 10)

Wir arbeiten inklusiv. Jedes Kind ist willkommen. Wir entwickeln differenzierte Lernangebote auf Grundlage sorgfältiger Diagnostik permanent weiter. Maßnahmen im Klassenunterricht werden ergänzt durch Kleingruppen- und Einzelförderung in unterschiedlichen Bereichen.

Individualisiertes Lernen - Fördern und Fordern

Im März 2013 fand erstmals ein Elterninformationsabend zum Thema „Inklusion“ in der kleinen Aula der Nibelungenschule statt. Vorgestellt wurden die rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen, sowie die konkrete Arbeit des Teams aus dem ersten Inklusions-Jahrgang.

Wichtige Bausteine aus unserem Inklusionskonzept sind:

  • Pädagogische Grundsätze und Ziele zur individuellen Förderung
  • Einschätzung unserer schulischen Vorausetzungen – Möglichkeiten und Grenzen
  • Prozessverantwortung und Steuerung in der inklusiven Ganztagsschule
  • Systematische Diagnostik
  • Fördern und Fordern für alle Kinder
  • Förderbereiche
  • Förderbereich Emotional-soziale Entwicklung
  • Leistungsbeurteilung
  • Kommunikation mit den Eltern
  • Qualitätsentwicklung und Evaluation

Friedliche Schule

Ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit liegt auf einem fairen, respektvollen Umgang miteinander und der Übernahme von Verantwortung im schulischen Alltag. Schuleigene Konzepte zum sozialen Lernen dienen dem Erwerb der gewünschten Kompetenzen.

Konzept "Achtsamkeit und Fairness"

Im Schuljahr 2009/10 wurde von einer Projektgruppe das schuleigene Konzept „Achtsamkeit und Fairness – Werte und Konfliktkultur in unserer Schule“ erarbeitet. Es wurde in den Gremien diskutiert und 2011 verabschiedet. Inzwischen sind wesentliche Projektvorhaben aus dem Konzept umgesetzt, evaluiert und fortgeschrieben. Manche sind als Regelaufgabe nun Bestandteil unseres Schulprogramms unter dem Leitziel: „Unser Ziel ist eine Schulkultur, in der sich alle Beteiligten dafür einsetzen, dass das Schulleben belastungsärmer und lernförderlicher gestaltet werden kann. Dies soll für jeden spürbar und sichtbar sein, der sich in unserer Schule aufhält.“

Lernzeitkonzept - Hausaufgaben

Die Lernzeit ersetzt die schriftlichen Hausaufgaben.

In den Lernzeitstunden arbeiten alle Kinder selbstorganisiert an ihren Übungsaufgaben aus dem Lernzeitplan. In den 4. Klassen kommt Methodentraining hinzu.

Lehrkräfte, Förderlehrerinnen und Lernzeitbegleiter/innen unterstützen diesen Prozess des selbständigen Lernens.

Die Aufgaben in der Lernzeit entsprechen dem Unterrichtsstoff, dienen der Vertiefung, Anwendung und Ergänzung des im Unterricht erworbenen Wissens.

Gleichwohl orientiert sich die Lernzeit in besonderer Weise mehr an dem Erwerb von Kompetenzen als an einem festen Lernpensum.

Deshalb können Menge und Auswahl der Aufgaben unterschiedlich sein.

Medienkonzept

Kinder haben mit vielen verschiedenen Medien Kontakt

– schriftlichen Medien, wie Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder Comics und

– elektronischen Medien, wie CDs, DVDs, Hörkassetten, MP3 Player, Radios, Fernsehgeräte und immer stärker in den letzten Jahren das Handy, der Computer und das Tablet.

Durch gesellschaftliche Entwicklung wird es in der Schule immer wichtiger, die Schüler*innen bei ihren ersten Schritten zu begleiten und ihnen Hilfen zu geben, mit diesen Medien sinnvoll umzugehen. Medienkompetenz (nach D. Baacke) beinhaltet Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung.

Kommunikations- Konzept

Die Notwendigkeit einer guten Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule hat enorm an Bedeutung gewonnen.

Transparente, regelmäßige Kontakte, Informationsübermittlungen und Rückmeldungsprozesse der Schule an die Schüler*innen sowie an die Eltern sind unerlässlich.

Um Verlässlichkeit für alle an Schule Beteiligten zu schaffen, definieren wir daher im Folgenden verbindliche Kommunikationsstrukturen in den Bereichen:

  1. Kommunikation zwischen Schulleitung und Eltern
  2. Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern
  3. Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schüler*innen
  4. Kommunikation innerhalb des Kollegiums

Lesekonzept

„Die Lernenden setzen sich lesend mit der Welt auseinander und erfahren, dass Lesen Vergnügen bereiten kann.“ (vgl. HKM: Bildungsstandards Deutsch S.14).

Ergänzend zum schuleigenen Curriculum Deutsch zielt das Lesekonzept auf die Lesefreude und das lustvolle Lesen im schulischen Umfeld ab.

Die Nibelungenschule hat ein vielfältiges Angebot rund um den Bereich Lesen. Dabei gibt es neben dem alltäglichen Lesen und Bereitstellung von Büchern Leseaktionen in den Klassen und für die Jahrgänge sowie für die gesamte Schule.

Leseaktionen wie beispielsweise

  • Bücher als Adventskalender
  • Vorlesen im Kindergarten
  • Besuch der Gemeindebücherei
  • Autorenlesungen
  • Leseabende/-nächte
  • Vorlesetag (dritter Freitag im November
  • Lesefest (Vorlesewettbewerb 2.-4. Klasse) am Tag des Buches

Alltägliches Lesen

  • Vorlesen
  • Kinderkurs Lesewelt
  • Leseeltern
  • Antolin

Das Buch als solches

  • Klassenbüchereien
  • Lesetüten
  • „Gänsefüßchen“

Förderkonzept für DaZ

Derzeit hat jedes vierte Kind in Deutschland einen Migrationshintergrund. An unserer Schule liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei 35-40%. Die demographische Entwicklung zeigt, dass die sprachliche und kulturelle Diversität in den Klassen auch in Zukunft immer weiter zunehmen wird.

Wir arbeiten mit dem Material von „Deutsch für den Schulstart“. Die Materialien sind speziell anhand der natürlichen Sprachentwicklung angepasst, spielerisch aufbereitet und bieten eine kontinuierliche und dadurch effektive Sprachförderung.

Bewegungsförderung

  • Kinderkurse Bewegung, Sport und Spiele, Rollen und Räder
  • Sportveranstaltungen wie die „Nibelungenspiele“ (Bundesjugendspiele)

Weiterlesen: Bundesjugendspiele.de

Übergangskonzept von der Kita in die Schule

„Übergänge sind Phasen beschleunigten Lernens. Sie enthalten Chancen für die Entstehung neuen Verhaltens.“ (Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan)

Die Tandemgruppe, die sich mit der Arbeit am BEP (Bildungs- und Erziehungsplan) und besonders mit der Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule beschäftigt, besteht aus den drei Kindertagesstätten Evangelischer Kindergarten Biebesheim, Wilhelm-Jockel-Kindertagesstätte, Kindertagesstätte „Im Langwatt“ und der Nibelungenschule Biebesheim.

NaWi - „Haus der kleinen Forscher“

Im Bereich Mathematik-Informatik – Natur und Technik (MINT) hat die Nibelungenschule Angebote im Rahmen der Unterrichtsfächer und zusätzlich Kinderkurse im Ganztagsangebot.

Im Rahmen des Konzepts „Haus der kleinen Forscher“ können die Kinder an unserer Schule forschen und experimentieren. Dazu steht ein Forscherraum mit vielen Matierialien zur Verfügung.

Ausflüge zu außerschulischen Lernorten wie der Insel Kühkopf-Knoblochsaue oder zum Wechselsee werden angeboten.

MINT- Fächer
Im Rahmen des Sachunterrichts wird in den 3. Klassen „Forschen“ angeboten. (Zum Bereich Informatik siehe „Medienbildungskonzept“)

Kinderkurs „Forschen und Experimentieren“
In diesem Kinderkurs können die Lernenden zu kleinen Forschern werden. Mit unterschiedlichen Materialien wird zu Themen wie Luft und Wasser experimentiert.

„Känguruh“- Mathematik-Wettbewerb
Wer gerne knifflige Denkaufgaben löst, kann in diesem Wettbewerb sein Können zeigen. Zur Anmeldung gehen zu gegebender Zeit Briefe über die Klassenleitung raus.

Schulhund - Ausbildung ​

Seit Oktober 2019 bietet die Nibelungenschule eine besondere Unterrichtsform an: „Gemeinsam lernen mit Ellie“.

Ellie ist eine Mini-Aussiedoodlehündin und der neue Schulhund der Nibelungenschule.

Sie lebt seit ihrer achten Lebenswoche im Haushalt von Frau Sattler und wächst dort mit Kindern auf. Gemeinsam nehmen Frau Sattler und Ellie an der umfangreichen 2-jährigen Schulhundausbildung bei „Schnauzenwelt geht in die Schule“ teil.

Ellie ist eine überaus gelehrige, ruhige, aggressionslose Hündin und besonders Kindern gegenüber stets aufgeschlossen. Sie wird regelmäßig tierärztlich untersucht, geimpft, entwurmt und gegen Endo- und Ektoparasiten behandelt.

Gemeinsam lernen mit Ellie

Erfahrungen zeigen, dass die Anwesenheit des Hundes mehr Ruhe im Unterricht bringt, die Schulmotivation steigert sowie Empathiefähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zusammengehörigkeit fördert.

Im Schuljahr 2019/20 ist Ellie im 3. Jahrgang in der Leseförderung eingesetzt worden. Dies geschieht hauptsächlich in Einzelarbeit oder in der Kleingruppe und nach Absprache mit der jeweiligen Klassenlehrkraft.

Ab dem Schuljahr 2020/21 wird Ellie Frau Sattler in ihre eigene Klasse begleiten.

Vorstellung der Schule

Kooperation und Vernetzung

Wir pflegen den Austausch und die Zusammenarbeit mit Elternschaft, Gemeinde, Kindergärten, weiterführenden Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen, Betrieben und weiteren Partnern aus dem Umfeld.

In unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern werden wir vom Beratungs- und Förderzentrum Schillerschule Gernsheim und von der Schulpsychologie des staatlichen Schulamts in Rüsselsheim beraten und unterstützt. Wir kooperieren mit externen Therapeuten und mit der Jugendhilfe des Kreises, um Unterstützung zu vernetzen und dadurch nachhaltig zu gestalten.